Selbstregulierende basiert und erfahrungsorientierte Vegetotherapie (SOV)

Selbstregulierende basiert und erfahrungsorientierte Vegetotherapie (SOV)

Ein Nowegishe variant

Die Vegetotherapie betrachtet den Menschen als eine Einheit und basiert auf körpereigenen Funktionen und dem Verständnis von Signalen der Körpersprache. Wir beschäftigen uns mit Konzepten wie der Zirkulation von Energie, die im Idealzustand frei durch den Körper fließt. In langjährigen Erfahrungen hat sich der Zugang zum Patienten über die Atmung und die Bewegung des Körpers als sehr wirksam erwiesen, um die Lebensqualität und das Freiheitsgefühl des Patienten nachhaltig zu verbessern. Was das Verständnis des Begriffs Energie betrifft, stimmen wir in vielen Bereichen mit den Ansichten der Akupunktur überein, ebenso mit der taoistischen Sichtweise, die besagt: „Der Mensch ist Atem in Bewegung“.

Ich habe langjährige Erfahrung in Atemarbeit, sowohl als Patient als auch als Vegetotherapeut und vertrete eine Richtung der Vegetotherapie, die sich „Selbstregulierendebasiert und erfahrungsorientierte Vegetotherapie“ nennt (in Englisch: Self-regulated based and experiance-orientated vegetotherapie (SOV). Diese Richtung wurde begründet von Dr. med. Victor Linden (siehe Kjell Standal: psykologibanken.com). Der von Linden entwickelte Ansatz geht davon aus, dass jegliches mentale Phänomen seine körperliche Entsprechung (Antwort) hat.

Die Vegetotherapie arbeitet direkt und unmittelbar mit dem vegetativen System und mit dem Ziel, die normalen vegetativen Prozesse im Organismus wiederherzustellen. Wilhelm Reich betontet die Wichtigkeit der Bewegung im Beckenbereich für eine freie Atmung hervor und er beschrieb, was heute „jellyfish breath“ (Quallenatmung-. Manetenpuste). genannt wird, eine rhythmische Atmung mit Bewegung in den Schultern und im Beckenbereich. Diese Bewegung im Becken nannte Reich den Orgasmusreflex und betrachtete sie als Voraussetzung für die Entwicklung einer, wie er es nannte, orgastischen Potenz (Fähigkeit zu Glücksempfinden, Zufriedenheit und zu einer Haltung, die es erlaubt, die Möglichkeiten des Lebens zu nutzen und einen, den ganzen Körper erfüllenden Orgasmus). Eines der Kriterien für die nachhaltige Erholung eines Patienten war die freie Bewegung im Becken. Ola Raknes, Norwegens international bekannter Vegetotherapeut, gab dieser Atemmethode großen Raum in seiner Arbeit, um das vegetative Nervensystem zu stimulieren.

Prof .Dr. Viktor Linden ging noch einen Schritt weiter und machte die ausgedehnte Quallenatmung zu einem Hauptbestandteil seiner Therapiestunden. Wir beginnen jede Sitzung mit dem Lenken der Aufmerksamkeit auf die Atmung und unterstützen den Patienten darin, die Quallenatmung, soweit ihm/ihr dies möglich ist, anzuwenden.

Daran können wir wiederum die Muster der individuellen Atmung des Patienten und die muskulären Abwehrimpulse, die der Körper aus tieferliegenden Konflikten heraus entwickelt hat, erkennen. In der Regel ist es dem Patienten nicht möglich, die Quallenatmung in einer freien Bewegung auszuführen. An der Art und Weise wie ihm dies mehr oder weniger gut gelingt, können wir den Charakter des Patienten und seine Konflikte ablesen.

Wir sind überzeugt, dass psychologische Traumata und ungelöste Konflikte die Art und Weise unserer Atmung beeinflussen.

Reich war lange bevor er „Orgasmusfunktion“ geschrieben hat an diesen Themen interessiert und er zeigt, dass alles Leben in einer rhythmischen Bewegung kontrahiert und expandiert. In Kindern sind diese rhythmischen Kontraktionen und Expansionen bereits von Geburt an angelegt. Dieselben Tendenzen kann man auch am Fötus in den fortgeschrittenen Stadien der Schwangerschaft erkennen. Kontraktion und Expansion. Jeder hat in seinem Körper die Erfahrung gemacht, wie ein Atemzug die Kontrolle von Emotionen beeinflussen kann. Wenn Gefahr droht, wird ein Kind zum Beispiel ganz plötzlich mucksmäuschenstill. Wenn Angst außerhalb eines Umfeldes auftritt, in dem Kinder sich sicher fühlen, unterdrücken sie oft ihre Angst und Verzweiflung. Das Kind wird sich verspannen und versuchen, keine Schwäche zu zeigen. Die Erfahrung und das Verhalten des Menschen verhalten sich hier ähnlich zur Tierwelt, in der jene, die Schwäche zeigen in Gefahr sind, angegriffen oder schikaniert zu werden.

Erwachsene, die Unsicherheiten mit sich tragen, werden in Stresssituationen ähnlich wie ein Kind reagieren. Die meisten Menschen haben erlebt, wie eine Schockerfahrung den Atem anhalten lässt und sie haben gelernt, Weinen mit dem Anspannen von Brust und Zwerchfell zu unterdrücken. Auch Wut können wir mit dem Anspannen fast des ganzen Körpers, im speziellen des Lendenwirbelbereichs, zurückhalten. Wenn sich jemand hoffnungslos oder depressiv fühlt, geht der Atemrhythmus auf ein Minimum zurück. Seichte, oberflächliche Atmung, entweder aufgrund von eingeschränkter Mobilität im Raum um die Lunge oder aufgrund schwacher Atmung haben auf uns denselben Effekt, wie das Beschränken der Luftzufuhr in einem Ofen insofern als damit weniger Energie zugeführt wird und das Feuer auf Sparflamme brennt. Reich beschreibt dies in „Orgasmusfunktion“, wo er unter anderem auch auf das Verhalten von Kindern hinweist, die plötzlich den Atem anhalten, ihn in Richtung Becken nach unten drücken und so ein „Nicht-Fühlen“ erzwingen. Diese spontane Abwehrreaktion ist allen Menschen zu eigen, jedoch sind Kinder besonders verletzlich, weil sie auf das Wohlwollen und die Obhut der Erwachsenen angewiesen sind. Dieses „Nicht-Fühlen“ kann in der Begegnung eines Individuums mit anderen und sich selber zu einer chronisch präsenten Überlebensstrategie werden.

Wenn Menschen die Muskulatur auf exzessive Weise zur Kontrolle ihrer Emotionen einsetzen, kann dabei, wie Reich es nennt, eine muskuläre Rüstung entwickelt werden. Das Problem besteht darin, dass diese muskuläre Schutzmauer chronisch wird und nicht länger nur Schutzfunktion hat, sondern gleichzeitig auch die Entfaltungsmöglichkeiten eines Individuums einschränkt und viele sogar krank macht. In vegetotherapy versuchen wir, die harte Rüstung etwas aufzuweichen und zu einer sanften Hülle zu transformieren und eine klare Grundlage für einen angemessenen Schutz zu schaffen. Eine Therapie setzt an jener Körperfunktion an, die am meisten gestört ist, nämlich die Atmung. Wenn man versucht, eine gesündere Atmung zu entwickeln, so wird damit die muskuläre Schutzmauer gestört, was muskuläre und emotionale Reaktionen auslösen kann. Derartige Reaktionen können die Erinnerung an Erfahrungen aktivieren, die ursprünglich Auslöser für das Entstehen einer solchen muskulären Abwehr waren. Der Atem ermöglicht den Zugang zu den unverarbeiteten Erfahrungen, die ein Patient mit sich trägt und welche die Ursache für seine Probleme sein können.

Die volle, gesunde Atmung ist am besten bei Kindern zu beobachten. Ein Kind atmet mit der Bewegung des Körpers. Die Kontraktion und Expansion der Lunge wird unterstützt durch Bewegungen in Brust und Zwerchfell. Während des Einatmens bewegt sich das Zwerchfell nach unten und der Brustraum expandiert, wodurch der Raum um die Lunge herum erweitert wird und diese sich mit Luft füllen kann. Bewegung in den Schultern unterstützt die Expansion der Brust und Bewegung im Becken ermöglicht eine ausgedehnte Senkung des Zwerchfells. Während des Ausatmens bewirkt die Kontraktion von Brust und Zwerchfell eine Entleerung der Lunge.

Wenn der Patient auf dem Rücken liegt und in seinem gewohnten Muster und Rhythmus atmet, kann ich daraus erkennen, wie sich dieses individuelle Atemschema als ein Resultat seines Anpassungsversuches an seine Umwelt und Lebenserfahrungen entwickelt hat. Zum Beispiel kann zwar die Brust gut mit Luft gefüllt, jedoch niemals vollständig entleert werden oder sie kann flach und eng bleiben und eine ausgedehnte Einatmung verhindern. Auch das Zwerchfell kann so angespannt und unbeweglich sein, dass es eine volle und gesunde Atmung verhindert.

Die verschiedenen körperorientierten Therapieformen mögen zwar unterschiedliche Strategien in der Atemarbeit verfolgen, sie beschäftigen sich jedoch alle mit dem Erkennen von individuellen Atemmustern und –rhythmen und deren positiven Veränderung.

Als Vegetotherapeut kann ich verschiedene Methoden anwenden, um das Ziel einer besseren und gesünderen Atmung zu erreichen. Z.B. . Ich kann die Knie so positionieren, dass die Position des Beckens für eine gesunde Atmung optimiert wird oder ich kann einem Patienten dabei helfen, seine Atmung selber und ohne direkte Einflussnahme . Sobald ein Patient tiefer atmet, kann dies vorübergehend muskuläre oder emotionale Reaktionen auslösen.

Einige Formen von aktiver Meditation können sehr förderlich für eine bessere Atmung sein. Jedoch mussten auch Menschen mit Erfahrung in Meditation entdecken, dass sie trotz Anleitungen und Techniken an einem gewissen Punkt nicht mehr weiter kamen, „vor einer Wand standen“ und dabei auch mit Ängsten konfrontiert wurden. Als Vegetotherapeuten richten wir unsere Aufmerksamkeit exakt auf jene Einflüsse, die den freien Fluss des Atems verhindern. Wir finden heraus, warum der Körper die Atmung hemmt und bekommen Zugang zu den Erfahrungen, Haltungen oder Traumata, die diese Einschränkung verursachten. Wenn der Patient sich auf die in der Therapie ausgelösten Gefühle und Erfahrungen einlässt, tun sich für ihn Gelegenheiten auf, um tiefliegende Konflikte zu lösen. Dadurch wird der muskulären Rüstung ihr Fundament genommen und die Atmung wird freier. Auch Krankheitssymptome verschwinden, sobald sich die Atmung des Patienten verändert.

Sogesehen ist es nicht der Kopf, der die Probleme löst, sondern vielmehr der Körper, der Störungen erkennt und beseitigt.

Gesunde Atmung ist Goldes Wert für Körper und Geist, zumal viele Menschen es verabsäumen, sich entsprechend darum zu kümmern. Es gibt viele Möglichkeiten, die eine Heilung unterstützen, so z.B. Yoga, Dynamische Meditation und Tai Chi.

Der einfachste Ratschlag für Menschen, um mit den Widrigkeiten und Problemen des Lebens zurechtzukommen ist folgender: „Atme hinein“

Normalerweise verspannt sich unser Atmungsapparat bei größeren Problemen oder wir halten den Atem sogar an. Damit halten wir jedoch auch am Problem fest. Wenn es jedoch gelingt, in den Schmerz hineinzuatmen, werden damit die Selbstheilungskräfte des Organismus aktiviert und der Schmerz lässt gewöhnlich nach einer Weile nach. In der Vegetotherapie ist Energieerzeugung und Energiefluss gleich bedeutend mit Gesundheit und hoher Lebensqualität, die ohne gesunde Atmung nicht wirklich möglich ist.

Wenn es nicht gelingt, mit dieser Atemtechnik eine positive Veränderung herbeizuführen, so ist davon auszugehen, dass die eingeschränkte und gehemmte Atmung ein wichtiger Bestandteil der mentalen Abwehr und Überlebenstrategie des Patienten geworden ist, wobei es dann der Organismus als zu bedrohlich empfindet, die Atmung völlig zu öffnen. In solchen Fällen ist es ratsam, einen körperorientierten Psychotherapeuten innerhalb der unterschiedlichen Vegetotherapierichtungen, der biodynamischen Therapie, der psychomotorischen Physiotherapie, der Rosen-Therapie, Rolfing oder der Osteopaten zu kontaktieren

Danke zu Eivind Balsnæs http://www.nypsykoterapi.no/T…/pusten%20i%20vegetoterapi.pdf

 Mr. Inge Jarl Clausen

https://vegetativetraining.wordpress.com/
Email: inge.clausen@gmail.com
Mobile:   +47 98 6666 53
Facebook: Inge-Jarl Clausen
Skype:  ingejarlclausen
Twitter  @ijclausen

Founder Kjell Standal, Bergen, Norway.
http://www.psykologibanken.com/411584250

founder of Selbstregulierende basiert und erfahrungsorientierte Vegetotherapie (SOV)

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Comment. 7. march 2017

Ich habe mit dem Vegetotraining vor ca 3 Jahren begonnen.Vorher habe ich viele verschiedene Formen von Psychotherapie ausprobiert.Alles hat mir sehr geholfen, trotzdem konnte ich auf bestimmte Fragen in meinem Leben keine Antwort finden.

Viele Projekte konnte ich nicht umsetzen, da meine Blockaden mich zu sehr daran hinderten. Mit dem Vegetotraining habe ich eine effektive Form gefunden, die supertief greift und diese, mir verworren erscheinenden Fragen auf eine banale Art und Weise löst.

Was ich sehr mag, ist die Körperarbeit mit dem Atem und den Übungen, den psychologischen Aspekten und der Verarbeitung der aufkommenden, tiefsitzenden, festgefrorenen Gefühlen durch Sport. Ich glaube, dass ich noch nie so fit war, wie jetzt.Psychisch und körperlich.

Ich reagiere anders auf meine Umgebung und meine Umhebung anders auf mich. Die Reise durch mein Inneres wird weitergehen und ich werde durch dieses Training mehr und mehr meine innere Stärke finden.

Die Reptilsession war eine Station dieser Reise. Es war einer der besten Tage meines Lebens. Unglaublich befreiend. Aggressionen, die ich hatte, sind ausgelöscht.

Verhaltensweisen haben sich in Sekundenschnelle aufgelöst. Viele Antworten habe ich gefunden und ich konnte in diesem Moment so sehr ich selber sein. Danke an Inge, der auf unorthodoxe, empathische, motivierende, professionelle und prokovaktive Weise das Innere der Menschen rausholt, um diese Person zu leben, die man ohne Maske, Blockade und Selbstzweifel ist.

Das Leben fühlt sich gut an!!! Merci!!!

One thought on “Selbstregulierende basiert und erfahrungsorientierte Vegetotherapie (SOV)

  1. Lieber Inge
    Vielen dank nochmals für die sehr informativen hilfreichen links.ich freue mich schon auf Sitzungen mit dir und werde mich nach deinen terminvorschlaegen richten und warte heute nochmal ab bevor ich einen Flug buche.
    Eine Übernachtungsmöglichkeit habe ich auch bei freunden am Chiemsee, richte mich aber nach deinen Vorschlägen. Ein Zimmer in einer Pension kann ich ja auch dort nehmen wo es für dich am besten passt.
    Ich hoffe du hattest einen angenehmen Flug und der jetlack geht auch
    LG
    Stephan

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