Nicht mehr zeitgemäße sportmedizinische Teams? + gefährliche Praktiken? = langwierige Verletzungen?

MÜSSEN WIR DIE BEHANDLUNG VON VERLETZUNGEN IM PROFI-FUSSBALL NEU ÜBERDENKEN?

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Kann das Festhalten am alten Paradigma der Sportmedizin dazu führen, dass viel Geld und Leistung verloren gehen? Können die Parameter, die eine Investition bewerten, wie die prognostizierte Rendite der Kapaitalanlage (Einsatz in Spielen , Tore, Vorlagen, Lebensdauer, zukünftiger Transferwert usw.) gefährdet sein? Ein Champions-League-Spieler, der einen Monat lang verletzt ist, kostet ungefähr 500.000 Euro. (Hinw. UEFA Medical Symposium Athen 2018)

Für mich ist ein Fußballer, der immer wieder mit einer berührend-invasiven Therapie behandelt wird, der Gefahr langwieriger Verletzungen ausgesetzt.

Wir können niemals den ganzen Menschen verstehen, wenn wir nur seine Teile studieren. (Reductio ad absurdum)

Im Normalzustand einer Wissenschaft wird das grundlegende Paradigma auch nicht hinterfragt, erst, wenn über einen längeren Zeitraum mehrere Beobachtungen zentrale Aussagen des Paradigmas ad absurdum führen, tritt Wissenschaft in den “außerordentlichen” Zustand ein.  (Thomas S.Kuhn)

Mein Name ist Mr. Inge Jarl Clausen. Ich bin Norweger und lebe in Kiefersfelden in Bayern.

Vielleicht ist es an der Zeit, die explosive Verletzungsstatistik, die langwierigen Verletzungen und Gründe für die Hartnäckigkeit vieler Verletzungen kritisch zu betrachten?

Haben wir den Mut, einige Fragen aufzuwerfen, wie

– Hat die Sportmedizin dabei versagt, langwierige Verletzungen zu heilen?
– Müssen wir die Behandlung von Verletzungen neu überdenken?

Wenn die Antworten darauf „Ja“ sind – was können die Gründe sein – und was müssen wir anders machen?

Hier ein Artikel zum Thema „Reduktionistische Ansätze“ vom 5. März 2018

„Überdenken der Forschung für ACL-Verletzungen: ein Ruf nach einem komplexeren wissenschaftlichen Herangehen“

„Der Mensch stellt ein biologisches System mit einer inhärenten Fähigkeit dar, sich an Veränderungen anpassen zu können. Hier besteht auch die Komplexität, da wesentliche Unterschiede zwischen den einzelnen Individuen dadurch begründet sein können, wie Menschen auf Veränderungen reagieren.“

https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s00167-018-4886-6.pdf

Thornquist (1992) sagt, dass die Kluft zwischen der konzeptuellen Welt der Gesundheitsexperten und der intuitiven und oft stillen Erfahrungswelt auf die Notwendigkeit einer Klärung dieses Dualismus und seiner Folgen hinweist.

https://vegetativetraining.wordpress.com/dualism-clarification-and-its-consequences/

Ein grundlegendes Merkmal des Vegetativen Trainings ist das Verständnis dafür, wie ein Spannungszustand auftreten kann, sich verstärkt und in einen chronischen Zustand ohne die Möglichkeit der Befreiung übergeht (siehe Ursin, tonische Aktivierung). Das Konzept des Alostatic Overload.


Hier ein paar meiner Gedanken zum Thema Behandlung von Verletzungen. Ich habe mir selbst einige Fragen gestellt. Was geschieht mit dem Komplexität – Selbstregulierungsprozess des Organismus beim Berühren, Manipulieren, der Anwendung invasiver Methoden? Ist das problematisch?

 

Unsere Fähigkeit zur Selbstregulierung ist [auch] in den am meisten geschädigten Personen vorhanden und als heilende Kraft immer zugänglich. Das bedeutet nicht, dass jeder Mensch die selbstregulierende Kraft ohne Hilfe nutzen kann, aber sie ist vorhanden. Das ist unsere biologische Vitalität, und sie ist in ihrer Funktion unbewusst.

„Hinsichtlich der Selbstregulierungsfähigkeit des Körpers ist das Berühren / Manipulieren des Körpers des Patienten durch den Therapeuten kontraindiziert. Der Patient wird selbst zu seiner eigenen wachstumsfördernden Selbstregulierungsfähigkeit zurückkehren, wenn ihm gestattet wird, dies in seinem eigenen Tempo zu tun.

https://vegetativetraining.wordpress.com/self-regulating-capacity-of-the-human-organism/

Die Selbstheilung und Regeneration beginnen immer zentral im Organismus (teilweise durch erfahrungs-konditionierte epigenetische Mechanismen) und breiten sich dann weiter auf alle anderen biochemischen, physiologischen, somatischen, emotionalen und kognitiven Prozesse aus. Sie hat ihren Ursprung im Vegetativen System/Prozessen, eine berührende /manipulative Annäherung an den Organismus ist dabei kontraproduktiv. Sie kann problematisch sein, weil dadurch die adaptive Physiologie und die sich ausbreitenden Selbstheilungs-/ Selbstregulationsprozesse / -funktionen zusätzlich gestört werden.

Einige Vorgehensweisen der Physiotherapie und anderer invasiver Methoden können als Angriff auf den menschlichen Organismus interpretiert werden und werden dann von der adaptiven Physiologie bekämpft (kompensiert durch adaptive Physiologie und kann möglicherweise unlösbare vegetative Widersprüche erzeugen). Damit kann der Grundstein für eine langwierige Verletzungen gelegt werden, (möglicherweise die Voreinstellungen des genetischen Rebuild / der Programmierung beeinflussen?)

Für mich ist ein Fußballer, der immer wieder mit einer berührend-invasiven Therapie behandelt wird, der Gefahr langwieriger Verletzungen ausgesetzt.

Unser Organismus ist mit emotionalen Störungen gesättigt. Adaptive Physiologie (der Körper) besteht aus Emotionen“.

Ich glaube, dass unser Spektrum in Bezug auf Sozialverhalten-Leistung durch unsere menschliche Physiologie begrenzt ist, Hinw. Polyvagaltheorie (einschließlich des Konzepts der Neurozeption).

https://vegetativetraining.wordpress.com/neuroception-a-subconscious-system-for-detecting-threats-and-safety/

Der menschliche Organismus ist mit Erfahrung gesättigt

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https://vegetativetraining.wordpress.com/the-human-biology-saturated-with-experiences

https://tidsskriftet.no/en/2011/04/human-biology-saturated-experience

Immer mehr Wissenschaftler hinterfragen die theoretischen Grundlagen der Medizin. Manche sagen, dass das biomedizinische Modell der modernen evidenzbasierten Medizin gescheitert ist.

„Menschliche Erfahrungen werden in der modernen evidenzbasierten Medizin nicht nur nicht berücksichtigt, sie werden auch durch die mathematische Analysen bei der Zusammenstellung der Evidenzbiologie explizit eliminiert”.
„Eine aktuelle theoriebasierte Synthese neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse aus mehreren Disziplinen, einschließlich Epigenetik, Psycho-Neuro-Endokrin-Immunologie, Stressforschung und Systembiologie, basierend auf Artikeln in anerkannten wissenschaftlichen Zeitschriften und anderen wissenschaftlichen Zeitschriften, zeigt, dass Erfahrungen für unser Leben und unsere Entwicklung von höchster Bedeutung sind.“

Kartesianisch- mechanistisch-dualistisches Denken

Die moderne Medizin teilt den menschlichen Organismus in einzelne Teile auf. Dabei wird jeder Teil getrennt behandelt und die gesamte Komplexität des Organismus ignoriert. (meiner Meinung nach ist es für eine dauerhafte Genesung / Heilung erforderlich, dass die gesamte Selbstheilungsfähigkeit des Organismus aktiviert wird und er Zeit für die Selbstregulierung hat)

„Die traditionelle wissenschaftliche Methodik der Biomedizin berücksichtigt die sich selbst wahrnehmende, nach Sinn suchende, zielgerichtete und relationale Natur der Menschen nicht.“

„Ärzten fehlt es daher an theoretischem Verständnis dafür, wie Erfahrungen im Zusammenhang mit Selbstbild, Beziehungen und Werten in den Körper ‚eingeschrieben‘ werden.“

„Die Interpretation und Reaktion eines Organismus auf Signale aus seiner Umgebung“

„Herausforderungen (mikrobiologisch, thermisch, klimatisch, chemisch, physisch, mental, relational usw.) aktivieren evolutionär bewahrte Sinnesorgane. Nach der Verarbeitung werden die Signale an das zentrale Nervensystem, das Immunsystem, das autonome Nervensystem, das endokrine (Hormon-) System (die adaptiven Systeme des Organismus – das vegetative System) weitergeleitet, bevor der Organismus darauf antwortet.“

Die Antwort hängt von dem Kontext ab, in dem der Stimulus präsentiert wird, ebenso von vorherigen Erfahrungen (Störungen, die in der neurophysiologischen Grundlage für Kommunikation, Anhaftung, Selbstregulation und Emotion gespeichert sind) und der Entwicklung der adaptiven Systeme des Organismus.“

Das bedeutet, dass zwei Individuen mit den gleichen genetischen Voraussetzungen (identische Zwillinge mit identischer DNA) einen gegebenen Reiz unterschiedlich erfahren und darauf infolge erfahrungsbedingter epigenetischer Prozesse eine andere Antwort haben können.“

„In den letzten zehn Jahre wurde empirisch dokumentiert, dass Erfahrungen – die Informationen, die ein Individuum während lebenslangem Fühlen und Handeln sammelt – von fundamentaler biologischer Relevanz sind. Leider eignen sich diese Erfahrungen nicht für eine standardisierte Interpretation; es ist immer eine Erfahrung von etwas für jemanden in einem einzigartigen Kontext (2). In diesem Artikel versuchen wir, die Bedeutung subjektiver Erfahrungen für die Gesundheit zu veranschaulichen!

„Neue Erkenntnisse aus integrativen Forschungsprojekten zeigen, dass sowohl in der Medizin als auch in der Praxis eine Neuorientierung in Bezug auf das Verständnis der Gesundheit sowohl auf individueller als auch auf kollektiver Ebene dringend erforderlich ist“.

 

Vielleicht ist es an der Zeit, dass die Medizinwissenschaft den organspezifischen Ansatz / Denken hinter sich lässt und auf die Grundlagen der menschlichen Selbstregulierung zurückgreift?

Vielleicht [sollte man] fragen, ob es eine optimale Ausgangsposition für die Selbstregulierung gibt? Welche Art von Aktivität benutzt der Organismus zur Selbstregulierung? Und kann eine Selbstregulierung beschleunigt werden? Ohne dabei externe Eingriffe zu verwenden.

Auf Selbstregulierung basierte – erlebnisorientierte – Behandlung von Verletzungen

Für mich sieht es so aus, als ob die moderne medizinische Behandlung von Verletzungen keinen starken Fokus auf Selbstregulierungsprozesse / Funktionen / Fähigkeiten und Bewegungen des menschlichen Organismus setzt.

In Norwegen existiert eine wenig bekannte medizinisch-psychologische Tradition.

Seit mehr als 60 Jahren wird dabei untersucht, wie Erfahrungen unseren Organismus prägen, wie Erfahrungen unseren Körper und Geist formen. Dabei wurde eine Methode entwickelt, um nicht so positive Erfahrungen und ihre Symptome zu transformieren / zu entfernen und den Organismus sich selbst regulieren / selbst heilen zu lassen. (Störung der adaptiven Physiologie). Nutzung der Selbstregulierungs-Aktivitäten des Organismus.
Die Methode ist unglaublich erfolgreich dabei, die Homöostase (Leistungseigenschaft) eines Organismus zu aktivieren, um so eine tiefgreifende Transformation seiner Dynamik zu unterstützen.

Eine Sitzung dauert ca. 45 min. Sie konzentriert sich auf den unvollkommenen / fehlenden Kontakt mit grundlegenden und spontan biologisch bestimmten Bewegungen, die den menschlichen Organismus charakterisieren. Dieser Kontakt kann mehr oder weniger gestört sein, aber er ist immer gestört.

Die Tradition wird als auf Selbstregulierung basierte und erfahrungsorientierte Vegetotherapie bezeichnet. Auf den Sportbereich übertragen bezeichne ich die Methode als Vegetatives Training (VGT).

https://vegetativetraining.wordpress.com/vegetatives-training-ansatz/

https://vegetativetraining.wordpress.com/was-ist-vegetatives-training/

https://vegetativetraining.wordpress.com/fussball-vegetative-training/

https://vegetativetraining.wordpress.com/science-foundation-self-regulated-and-experience-oriented-vegetotherapy/

Ich sende euch hier aus Bayern in Deutschland gute Danken.